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Geisenheim Rothenberg - VDP.GROSSE LAGE

Das Wahrzeichen des Rothenberges: das steinerne Kreuz.

Der Rothenberg ist für seine hochkonzentrierten edelsüßen Raritäten bekannt, liefert aber auch kraftvolle und wuchtige Rieslinge. Sie bestechen durch eine feine Frucht und noble Eleganz. Die Rieslinge besitzen eine lange Lebensdauer und benötigen Zeit zur Reife. Mit unglaublichen 312° Oechsle wurde im Rothenberg im Jahr 2007 die wohl hochwertigste Trockenbeerenauslese Deutschlands gewonnen. Kaum ein Weinberg Deutschlands hat in den letzten Jahren soviel Aufmerksamkeit erhalten wie der Geisenheimer Rothenberg. Rekordmostgewichte, internationale Höchstbewertungen und nun auch die Wiederentdeckung der ältesten Lagenklassifikationskarte der Welt im Frühjahr 2011, in der sich der Geisenheimer Rothenberg als eine der wenigen Klasse I. Weinbergslagen des Rheingaus wieder findet. Mit dem Jahrgang 2009 hatten wir zum ersten Mal wieder einen großen trockenen Riesling aus dieser Lage vinifiziert. Der Erfolg hat uns im Nachhinein recht gegeben: wir waren vier Monate nach der erstmaligen Präsentation ausverkauft. 

Historie: Der Geisenheimer Rothenberg wurde erstmalig durch den adligen Ruthard de Rothenberch im Jahr 1145 erwähnt. Für den Ursprung des Namens kommen zwei Möglichkeiten in Betracht: entweder die rote Farbe des Bodens oder von Rodenberg im Sinne von urbar machen. Auf dem ließ Reichsgraf Friedrich von Ingelheim 1808 ein Kreuz mit der Inschrift "Nach alten Sagen trieb einst der Wind eine Mühle wo nun diese Reben sind" errichten.

Größe: 48,8 Hektar - Weingüter Wegeler 5,6 Hektar

Boden: Taunusquarzit, durchsetzt mit rotem Tonschiefer (Eisenoxyd)

Ausrichtung: Süd, mit einer Hangneigung von bis zu 40%

Reben: Riesling, gepflanzt zwischen 1971 und 2017

Zu den Weinen des Geisenheimer Rothenbergs

 

Veröffentlichung in der Frankfurter Rundschau vom 15.01.2012

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