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Erntebericht 2012

Vegetationsverlauf: Nach einem milden und feuchten Dezember war der Wetterumschwung im Februar sehr willkommen. Seit 2001 war es in diesem Monat nicht mehr so kalt und so bescherte uns der 3. Februar eine kleine aber feine Eisweinlese im Geisenheimer Rothenberg.

Der zu warme und zu trockene März wurde von einem wechselhaften und kühlen April abgelöst. Minustemperaturen von -3°C am 17. April führten glücklicherweise nicht zu Schäden und am 28. April begann der Austrieb. Nachttemperaturen von unter 10°C in der Zeit um den 6. Juni führten zu einem sehr uneinheitlichen Blühverlauf mit zum Teil starken Verrieslungsschäden. Ab dem 24. Juli beruhigte sich das eher nasse Weter durch die aufkommenden, sommerlichen Temperaturen und die Abnahme der Regenfälle. Mitte August begann die eigentliche Traubenreife.

Lesestart war am 1. Oktober und Leseende war am 8. November. Damit ist diese Ernte eine der längsten in den letzten Jahrzehnten.

Mostgewichte: 75°Oe – 100°Oe bei topgesunden Trauben

Säurewerte: 7,0 -11,5 g/l

Lesedauer: 1. Oktober - 8. November 2012

Die Weine: Schon während der Gärung zeichneten sich die Weine durch feine Frucht und eine animierende Säure aus.

Highlights: Selten konnten wir alle Grand-Cru Lagen so aufwändig und zweifach mit der Hand selektieren. Selbst Anfang November durften wir noch kerngesunde Rieslingtrauben lesen. Diese physiologisch reifen, spät gelesenen Trauben sind vor allem die Basis für unsere trockenen Spitzen wie Rüdesheimer Berg Schlossberg, Geisenheimer Rothenberg und den Geheimrat "J". Auch die topgesunden Trauben, die wir für die Eisweinlese vorgesehen haben, sind nur vergleichbar mit der Ernte des Jahres 1983.

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