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Erntebericht 2011

Vegetationsverlauf: Ein Jahr mit großen klimatischen Schwankungen wurde durch einen sehr guten Herbst beendet.

In der Nacht vom 3. auf den 4. Mai fielen die Nachttemperaturen auf -3° C. Rund ein Hektar unserer Weinberge in der Gemarkung Oestrich-Winkel wurden durch den Frost zerstört. Die Hauptblüte im Rheingau fand um den 25. Mai statt. Nach einer langen, trockenen Wetterperiode kamen die ersehnten Regenfälle mit 25 - 30 Litern erst in der Nacht zum 8. Juni . Diese füllten die Wasservorräte im Boden, vor allem in den Steillagen von Assmannshausen und Rüdesheim.

Nach einem durchwachsenen Sommer fing die Traubenreife am 30. Juli an – drei Tage früher als im bisherigen Rekordjahr 2003.

Die Ernte begann am 13. September, gefolgt von heftigen Regenfällen am 14. September. Diese Niederschläge machten vor allem die Lagen rund um Oestrich anfällig für Botrytis. Aufwändige Handselektionen waren in den nächsten Tagen die Folge. Die Situation wurde allerdings durch einen wunderschönen Altbweibersommer entschärft, der sich nur wenige Tage später ankündigte und bis zum Ende der Lese am 7. Oktober Trauben und Lesehelfer mit Sonne verwöhnte.

Mostgewichte: 75°Oe – 340°Oe

Säurewerte: 7,0 -12,0 g/l

Lesedauer: 13. September – 7. Oktober 2011, Eisweinlese am 3. Februar 2012

Die Weine: Die Weine sind bereits jetzt sehr fruchtig und besitzen ein feines Säurespiel.

Highlights: Aus dem Geisenheimer Rothenberg konnten wir hochwertige Selektionen gesunder Trauben mit 92° bis 98° Oe gewinnen. Dazu noch außergewöhnlichen Trockenbeerenauslesen mit 269°, 319° und sagenhaften 340° Oe. Außergewöhnlich waren auch der späte Termin und die Temperaturen der Eisweinlese mit minus 12° C am 3. Februar 2012. Zuletzt wurde im Rheingau in den 50er Jahren der Eiswein erst im Februar gelesen.

 

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